Als Läuferin und Organisatorin von Bewegungs-Events in Schorndorf habe ich in den letzten Jahren häufiger mit Läuferinnen und Läufern gesprochen, die nach harten Einheiten oder nach einem Wettkampf von Sehnenproblemen betroffen sind. Tendinopathien — sei es an der Achillessehne, Patellasehne oder an anderen Stellen — sind oft frustrierend und langwierig. Ernährung kann diese Beschwerden nicht allein heilen, aber sie kann Heilungsprozesse unterstützen, Entzündungen modulieren und die Rückkehr ins Training beschleunigen. In diesem Artikel teile ich praktische, lokale Ernährungsstrategien, die du sofort in deinen Alltag integrieren kannst.
Was ist wichtig bei Tendinopathien aus ernährungsphysiologischer Sicht?
Wenn ich mit Betroffenen spreche, erkläre ich meist kurz die drei ernährungsrelevanten Hebel:
Konkrete Lebensmittel und Nährstoffe, die ich empfehle
Ich versuche immer, Tipps so praktisch wie möglich zu geben — was du im Supermarkt, auf dem Wochenmarkt oder in der Apotheke in Schorndorf findest:
- Proteinreiche Lebensmittel: Mageres Fleisch (Huhn, Pute), fettreicher Fisch (Lachs, Makrele), Eier, Hülsenfrüchte und Milchprodukte. Für Veganer: Linsen, Kichererbsen, Tofu, Tempeh und Proteinpulver (Erbsen-, Soja- oder Reisprotein).
- Kollagen- und Gelatinequellen: Knochenbrühe, Gelatine in Desserts oder gezielt Kollagenpulver (Marken wie Vital Proteins oder deutsche Alternativen). Studien deuten darauf hin, dass Kollagenpeptide in Kombination mit Vitamin-C-Aufnahme vor Trainingseinheiten die Sehnenversorgung fördern können.
- Vitamin C: Zitrusfrüchte, Paprika, Rosenkohl, Erdbeeren. Vitamin C ist Cofaktor für die Kollagensynthese.
- Omega-3-Fettsäuren: Fettreicher Fisch, Leinsamen, Chiasamen, Walnüsse. Omega-3 kann Entzündungen modulieren; ich empfehle bei starken Entzündungszeichen auch ein gutes Fischölpräparat (z. B. von Doppelherz oder Nordic Naturals).
- Antioxidantien und Polyphenole: Beeren, Grüner Tee, Kurkuma, dunkle Schokolade (in Maßen). Kurkumin kann entzündungshemmende Effekte haben; kombiniere Kurkuma mit Pfeffer (Piperin) für bessere Aufnahme.
- Zink und Mangan: Nüsse, Samen, Vollkornprodukte und Meeresfrüchte unterstützen Gewebereparatur und Enzymfunktionen.
Timing: Wann essen für optimale Regeneration?
Viele fragen mich, ob es ein „bestes Timing“ für Nährstoffe gibt. Meine Erfahrungen aus dem Training und den Gesprächen mit Sportlerinnen:
- Protein gleichmäßig verteilen: Ziel ist 20–30 g hochwertiges Protein pro Mahlzeit, um die Proteinsynthese zu unterstützen.
- Kollagen vor leichten Belastungen: Es gibt Hinweise, dass die Einnahme von Kollagenpeptiden ~30–60 Minuten vor sanfter Belastung (z. B. 10–15 Minuten submaximales Sehnenbelastungsprogramm) die Sehnenneubildung unterstützen kann—das habe ich in Workshops schon mehrmals empfohlen.
- Anti-inflammatorische Lebensmittel täglich: Omega-3-Quellen und Curcumin regelmäßig einbauen; sie wirken nicht sofort, sondern kumulativ.
Praktische tägliche Mahlzeitenideen — leicht umsetzbar in Schorndorf
Hier ein paar Rezepte und Kombinationsideen, die ich selbst oft verwende oder bei unseren Lauf-Treffs vorschlage:
- Frühstück: Porridge mit Haferflocken, Milch oder Pflanzenmilch, einem Löffel Kollagen- oder Erbsenprotein, gehackten Walnüssen, Beeren und einer Prise Zimt.
- Snack: Joghurt mit Leinsamen und frischen Früchten oder ein Vollkornbrot mit Avocado und einem gekochten Ei.
- Mittag/Abend: Gebratener Lachs, Süßkartoffel und gedünstetes Gemüse (Brokkoli, Paprika) — dazu ein Salat mit Leinöl-Vinaigrette.
- Suppen: Eine selbstgekochte Knochenbrühe als Basis für Gemüsesuppen; die ist in der kalten Jahreszeit besonders beliebt und lässt sich im Glas mitnehmen.
Supplemente: Ja oder Nein?
Ich bin kein Fan von unnötigen Ergänzungen, aber gezielt eingesetzt können sie helfen:
- Kollagenpeptide: 5–15 g/Tag können sinnvoll sein, kombiniert mit 50–100 mg Vitamin C.
- Omega-3 (EPA/DHA): 1–2 g/Tag bei entzündlichen Beschwerden, insbesondere wenn du wenig fetten Fisch isst.
- Curcumin mit Piperin: Kurzfristig zur Entzündungsreduktion; nicht dauerhaft ohne Absprache bei Medikamenteneinnahme.
- Vitamin D: Häufig getestet und ergänzt, besonders in den Wintermonaten — Vitamin-D-Mangel kann Heilungsprozesse verlangsamen.
Was du lokal in Schorndorf findest
Ich mag konkrete Anlaufstellen — hier ein paar Tipps, wo ich selbst einkaufe oder Empfehlungen aus der Community höre:
- Wochenmarkt Schorndorf: Frisches Obst und Gemüse, regionale Eier und manchmal auch handgemachte Brühen oder Konserven von lokalen Erzeugern.
- Bioläden (z. B. Reformhaus oder Biomarkt in der Nähe): Gute Auswahl an Kollagen- und Proteinpulvern, hochwertige Öle und Kurkumin-Präparate.
- Apotheken: Beratung zu Omega-3, Vitamin D und Wechselwirkungen; manche Apotheken führen auch bestimmte Sportnährstoffe.
- Supermärkte: Lachsfilets, Walnüsse, Chiasamen, frische Paprika und Beeren — alles, was du für antiinflammatorische Mahlzeiten brauchst.
Ernährung im Kontext der Rehabilitation
Wichtig ist: Ernährung ersetzt keine physiotherapeutische Behandlung oder ein strukturiertes Reha-Programm. Oft kombiniere ich in Gesprächen folgende Elemente:
- Gezielte Belastungsprogression (exzentrisches Training), betreut durch einen Physiotherapeuten.
- Reduktion von Überlastung (Training anpassen, Schuhe prüfen, Lauftechnik analysieren).
- Ernährungsunterstützung: ausreichendes Protein, Entzündungsmodulation und Mikronährstoffcheck (z. B. Vitamin D, Eisen, Zink).
Typische Fragen, die ich gestellt bekomme
Hier meine Antworten auf die häufigsten Fragen aus der Community:
Wie ich dich unterstützen kann
Wenn du in Schorndorf lebst und konkrete Unterstützung möchtest, organisiere ich gern einen Workshop oder spreche dich an einem unserer Lauf-Treffs an. Wir tauschen Rezepte, probieren Kollagen-Shakes und besprechen, wo in der Stadt man gute, entzündungshemmende Lebensmittel bekommt. Schreib mir über das Kontaktformular auf schorndorf-bewegt.de — gemeinsam finden wir einen Weg zurück in ein beschwerdefreies Training.